Über uns

Bei Inkful Mind geht es uns nicht in erster Linie um den Verkauf von Produkten. Unser Sortiment ist bewusst klein – aber es darf wachsen, genau wie unsere Community.

Unsere Vision

Wir möchten Menschen zurück in die analoge Welt führen – und damit auch zurück zu sich selbst. Zurück zu den Momenten, die zwischen Klingel- und Hinweistönen sonst schnell in Vergessenheit geraten. Manche dieser Momente tragen im Augenblick des Geschehens noch keine große Bedeutung. Ihr tieferer Sinn zeigt sich oft erst viel später – wenn man die eigenen Zeilen wiederliest.

Eine Einladung, kein Anspruch

Unsere Produkte sollen genau das sein: eine Einladung. Kein Druck, keine Überforderung. Wer noch nie einen Füller in der Hand hatte, ist bei uns genauso willkommen wie Kalligraphie-Meister und Tintenkünstlerinnen – und wir freuen uns, wenn Letztere ihre Erfahrung mit Einsteigern teilen. Auf unserer Website findet jede und jeder die passenden Anreize, um einfach anzufangen.

Warum handgefertigt?

Eine Besonderheit unseres Stores ist unser handgefertigtes Notizbuch, dem drei Einlegeblätter mit sechs verschiedenen Lineaturen beiliegen. Warum eigentlich? Weil wir Menschen keine Maschinen sind – und keine perfekten Wahrscheinlichkeitsrechner sein wollen. Handarbeit gibt mir die Möglichkeit, zu wachsen, mich zu verbessern – gemeinsam mit unserer Community. Ehrliches Feedback nehme ich deshalb sehr gerne an. Nicht nur, um ein einzelnes Produkt besser zu machen, sondern um einem Prinzip treu zu bleiben, das in Japan seit Generationen gilt: Kaizen (改善) – wörtlich „Veränderung zum Besseren“. Kein einmaliger großer Wurf, sondern die stille Überzeugung, dass es immer einen nächsten, kleinen Schritt gibt, der etwas ein wenig besser macht als zuvor. Genau dieser Gedanke passt zu Füllern, Papier und Tinte japanischer Marken – und genauso zu jedem Notizbuch, das bei uns von Hand entsteht.

Wer hinter Inkful Mind steht

Ich bin Nic. Bevor es Inkful Mind gab, war ich fast zwanzig Jahre Friseurin und Visagistin, eine Zeit lang auch Ausbilderin. Ich habe also ein Handwerk gelernt, und das merkt man mir bis heute an: Was ich mache, mache ich am liebsten mit den eigenen Händen. Mensch vor Maschine. Das ist keine Kampfansage an die Technik. Es ist einfach die Art, wie ich arbeite.

Geschrieben habe ich schon immer, lieber noch als gezeichnet. Mein Poesiealbum aus der fünften Klasse liegt bis heute bei mir. Inzwischen schreibe ich jeden Tag mindestens eine Seite, und daneben liegen noch ein paar andere Notizbücher, jedes für etwas anderes. Mein Hund schläft dabei meistens in seinem Bettchen gleich neben dem Schreibplatz.

Japan kam über einen Umweg in mein Leben. Meine erste Begegnung waren japanische Haarschneidescheren im Salon: für ein Friseurgehalt ein kleines Vermögen und unfassbar gut. Später hat mich fasziniert, wie Schmiede in Japan ein Katana fertigen, mit Ruhe, mit Hingabe und ohne großes Aufheben. Und dann hat mein Sohn mit fünf Jahren mit Karate angefangen. Vor jedem Training hieß es in der Karateschule: „Wir sind höflich und bescheiden.“ Disziplin, Ruhe im Geist: Ich habe ihm zugesehen und war stolz auf ihn. Geblieben ist bei mir die Liebe zu japanischen Füllern, Tinten und Papieren und zu der ruhigen Art, mit der diese Kultur auftritt. Sie war mir immer sehr angenehm.

Mit der Geburt unseres Sohnes habe ich den Salon hinter mir gelassen und bin ganz Mama geworden. Laut bin ich heute nicht mehr, und im Außen suche ich wenig. Ich mag die Stille und die Zeit mit meiner kleinen Familie. Mein Mann Farid kümmert sich im Hintergrund um alles Technische, damit ich schreiben, auswählen und Notizbücher binden kann.

Eigentlich wollte ich einen kleinen Laden mit einem stillen Schreibraum dahinter. Wie daraus diese Seite und das Journal auf inkfulmind.com geworden sind, erzähle ich dort im Text „Anfang“.

Inkful Mind soll nie ein großes Unternehmen werden. Eher eine stille Bewegung von Menschen, die ähnlich denken, mit Herz und natürlichem Menschenverstand. Meine Notizbücher liegen mir dabei besonders am Herzen, gerade weil sie von Hand entstehen. Fabrikgleich sind sie nicht. Dafür steckt in jedem meine Sorgfalt, und das nächste wird wieder ein kleines Stück besser.

Ich wünsche mir, dass ein paar mehr Menschen über das Schreiben wieder ein Stück zu sich finden: weniger scrollen, weniger Ablenkung, weniger im Außen. Wenn du nach diesen Zeilen denkst „Diesen Weg versuche ich wenigstens einmal“, dann hat sich jede Zeile hier gelohnt.

Also: Welcher Füller oder Stift schreibt deine Geschichte? Welches Papier trägt deine Gedanken und Erinnerungen?